LED-Fachwissen

2. Februar 2013 - Anmerkungen zu Newsletter von LED-Anbietern

Auch heute haben wir wieder Werbemails von Importeuren von LED-Produkten erhalten. Dabei stellen wir immer wieder fest, das viele der "Marktführer" über relativ wenig Fachwissen verfügen:

 

1. Nicht die Leistungsaufnahme entscheidet über Qualität, vielmehr die Lumenwerte und der Farbwiedergabeindex.

 

2. Wenn eine LED-Lampe brennt, rufen Sie am besten die 112 - eine funktionierende LED-Leuchte leuchtet!

 

3. Eine Amortisationsberechnung kann man nur dann machen, wenn man auch über die Einschaltzeit der Leuchtmittel Bescheid weiß.

 

4. Wenn ein Händler von LED-Leuchtmitteln mit Großkunden wie der deutschen Bahn wirbt - so gesehen bei einem Unternehmen aus Hannover - dann sollte man dort tatsächlich auch als Lieferant gelistet sein.

 

5. Aus unserer Sicht gibt es keinen Hersteller, der sich als der Beste aller Hersteller bezeichnen kann, jeder hat seine Stärken und Schwächen.

31. Januar 2013 - Frage zu CE-Kennzeichen und/oder VDE

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich interessiere mich für das Nano LED-Easy fit Modul. Wenn ich dieses Modul in eine vorhandene Leuchte einbaue erlischt doch die "allgemeine Betriebserlaubnis" oder CE Kennzeichnung der Leuchte. Da die Leuchte ja nur mit der vorhandenen E27 Fassung gprüft wurde.
Es geht um schadens Begrenzung im extrem fall, da ja Treppenhäuser Fluchtwege sind.

mit freundlichen Grüßen

 

Unsere Stellungnahme:

 

Sehr geehrter Herr ......

herzlichen Dank für Ihre Nachricht über www.dato-energiesysteme.net.

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten: Die meisten Treppenhausleuchten sind mit einer CE-Kennzeichnung versehen, die aussagt, das die Leuchte nach den Regeln der Technik gebaut und in Verkehr gebracht wurde und über die nötigen Sicherheitsvorkehrungen verfügt. Diese Kennzeichnung ist keine Betriebserlaubnis, wie wir sie z.B. aus dem Kfz-Bereich kennen. Durch den Einsatz des LED-Modules, das im übrigen auch über eine CE-Kennzeichnung verfügt, erlischt daher keine Betriebserlaubnis, sofern der Austausch durch Fachkräfte nach den Regeln der Technik erfolgt. Das Modul ersetzt die nach den Regeln der Technik aufgebauten E27-Fassung und verfügt wie bereits erwähnt selber über eine CE-Kennzeichnung, rein rechtlich ändert sich daher nichts.

Im Brandfall wird es daher auch keine Nachfragen dazu geben.

Der Einsatz des Nano-Fit-Easy-Moduls sorgt sogar für mehr Sicherheit auf den Fluchtwegen, da die Konstruktion so erfolgt ist, das selbst wenn einer der vier Leuchtkörper ausfallen sollte, der Rest weiter voll im Einsatz ist - somit kann ein Totalausfall nicht erfolgen. In diesem Fall verweisen wir auch auf die Vollgarantie von 3 Jahren, die wir auf das gesamte Modul gewähren. An der Entwicklung des Moduls hat die STÄWOG, eine städtische Wohnungsgenossenschaft der Stadt Bremerhaven mitgearbeitet und alle rechtlichen Belange vor dem Einsatz geprüft und für unbedenklich gehalten. Da das Modul selbst bei Dauerbetrieb niemals eine Betriebstemperatur von über 45 Grad entwickelt, kann man davon ausgehen, das ein Brand niemals über dieses Modul entstehen kann -  es sei denn, beim Einbau wurde falsch verkabelt.

30. Januar 2013 Es werde Licht!

Seit Ende des letzten Jahres ist der Strompreis in aller Munde, die Umlage der Kosten der Energiewende hat voll zugeschlagen und für den Endverbraucher zu einer enormen Zusatzbelastung im Bereich der Stromkosten gesorgt. Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Ulrich Freiherr von Weizsäcker führt in seinem Buch "Faktor 5" aus, das erstens jedes Watt, das nicht verbraucht wird, ein gutes Watt ist. Dies haben sich anscheinend viele Unternehmen, oft auch Start-Up Unternehmen, scheinbar zu Herzen genommen. Seit einiger Zeit werden Unternehmen, Immobilienbetreiber und Verbraucher geradezu überschwemmt mit Angeboten für LED-Beleuchung. Gibt man bei Google den Suchbegriff "LED" ein, bekommt man innerhalb von 2,6 Sekunden 1,7 Milliarden Treffer angezeigt. Was aber ist "LED"? Was bringt uns "LED"?

Anfang der 80er Jahre wurden die ersten LED´s massenweise eingesetzt, damals vorwiegend im Bereich der Signalisation. Niemand hat damals daran gedacht, das eines Tages eine LED einen Raum taghell erleuchten kann. Was ist eine LED? Es handelt sich um eine "lichtemittierende Diode" und ist nichts anderes als ein elektronisches Halbleiter-Bauelement, in dem die sogenannte "seltene Erde", technisch aufbereitet, eingebaut ist und unter Einfluss elektrischer Energie zum Leuchten gebracht wird. Dabei produziert diese Diode ein extrem  kaltes Licht, das zudem einen sehr hohen Blaulichtanteil hat. Durch Aufsetzen einer Schicht aus Phosphorhaltigen Materialien hat man dieser Diode mittlerweile beigebracht, auch Lichtfarben mit ca. 2.500 Kelvin, das entspricht in etwa der Lichtfarbe der guten alten Wolframglühlampe, abzustrahlen. Heute kann man anhand der Lichtfarbe definitiv nicht mehr feststellen, ob es sich bei der Lichtquelle um ein konventionelles Leuchtmittel oder eine LED handelt.

Bevor man über eine Umrüstung auf LED nachdenkt, sollte man sich mit einen grundlegenden Fakten vertraut machen. Lassen Sie uns zunächst auf einige technische Begriffe eingehen:

Lumen:  Die vom Leuchtmittel abgegebene Lichtmenge wird in Lumen angegeben. Hier handelt es sich um einen technischen Wert, der nur in der Lichtplanung entscheidend ist, für den Verbraucher oder Anwender weniger eine Rolle spielt. Die Lumen müssen jedoch im Datenblatt angegeben werden, um einen transparenten Vergleich durchführen zu können.

Lux: Diese Maßeinheit ist für den Anwender entscheidend. Mit Lux wird die Menge an Licht angegeben, die auf der zu beleuchtenden Fläche ankommt. In diversen Regelwerken wie der Arbeitsstättenverordnung, der Betriebssicherheitsverordnung, der Verkehrssicherungsverordnung etc. werden ganz klare Vorgaben definiert, die eingehalten werden müßen.

Kelvin: Das Aussehen des Lichtes wird in Landläufig als Lichtfarbe (Warmweiss, Naturweiss, Kaltweiss) angegeben, was aber nicht ganz richtig ist. Um ein Leuchtmittel vergleichen zu können, benötigen sie die Lichttemperatur, die in Kelvin angegeben wird. Im Bereich der Beleuchtung wird derzeit mit einer Lichttemperatur von 2.500 Kelvin bis ca. 6.000 Kelvin gearbeitet, wobei man ganz einfach sagen kann: Je höher die Lichttemperatur desto kälter das Licht!

Powerfaktor: In jedem Verbraucher, der über ein Netzteil betrieben wird, treten sogenannten Blindströme auf. Idealerweise hat ein Verbraucher einen Blindstromanteil von 0 %, dies ist jedoch nur in der Theorie möglich. Durch den Einsatz hochwertiger Netzteile erreichen LED-Leuchtmittel heute einen Powerfaktor von über 0,9 während billige Leuchtmittel nur 0,6 erreichen. Dies kann aber gerade dann, wenn viele Leuchtmittel in einem Objekt im Einsatz sind, zu einen enormen Kostenfaktor auf der Stromrechnung werden. Übrigens: Leuchtstoffröhren haben auch meist einen Powerfaktor von rund 0,6 - dies wurde durch den Einsatz hochwertiger elektronischer Vorschaltgeräte jedoch auf über 0,9 verbessert.

Watt: Die Leistungsaufnahme eines Verbrauchers wird in Watt gemessen - interessanterweise wurde lange Zeit bei Leuchtmitteln auch die Lichtmenge in Watt angegeben obwohl jeder wußte, das eine 75-Watt Glühlampe rund 90% der Leistungsaufnahme in Wärme umgewandelt hat und mit den restlichen 10 % rund 720 Lumen Licht erzeugt hat.

Farbwiedergabeindex CRI: Der Farbwiedergabeindex ist gerade im Handel extrem wichtig. Mit diesem Wert wird angegeben, wie real die Farbe eines vom künstlichen Licht angestrahlten Objekt wiedergegeben und vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Je höher dieser Wert, desto aufwändiger wurde das Leuchtmittel bearbeitet. Tageslicht hat übrigens den höchsten Farbwiedergabewert.

Lichtdiagramm: Die Lichtverteilung eines Leuchtmittels wird mit einem sogenannten Lichtdiagramm dargestellt. Aus diesem Diagramm können Sie erkennen, ob das angebotene Leuchtmittel auch den Anforderungen, die Sie stellen, entsprechen wird.

Wie ist ein LED-Leuchtmittel aufgebaut? In jedem Leuchtmittel ist ein Netzgerät eingebaut, je kleiner das Leuchtmittel desto aufwändiger wird das Netzgerät gebaut. Entscheidend ist hier, das dieses Bauteil optimal gekühlt wird und keine Wärme zur Diode, die das Licht erzeugt, vordringt, denn ab rund 60 Grad Celsius beginnt die Diode zu "sterben" verliert massiv an Leuchtkraft und Lebenserwartung. Ein weiteres Bauteil ist der Kühlkörper, der je nach Philosophie des Herstellers aus Keramik oder besonderen Metalllegierungen gefertigt wird und durch eine besondere Formgebung die Wärme optimal abführt. Hände weg von LED-Leuchtmitteln, die zur Kühlung einen kleinen Ventilator eingebaut haben, denn dieser wird innerhalb kürzester Zeit durch Feinstaub blockiert, was den Tod der Diode bedeutet. Das wohl wichtigste Bauteil ist die Diode, auch Chip genannt. Die Qualität dieses Bauteils ist entscheidend für die Wirkung des Leuchtmittels - billige Chips haben meist ein unruhiges Lichtbild und eine kürzere Lebensdauer. Hersteller, die hochwertige Markenchips einsetzen, geben in ihren Produktbeschreibungen meist auch den Hersteller des Chips bekannt - ein untrügliches Zeichen für Qualität. Da LED-Chips das Licht nur in eine Richtung, nämlich nach vorne abstrahlen, benötigen viele LED-Leuchtmittel keine Reflektoren wie herkömmliche Leuchtmittel. Innovative Lösungen in der Anordnung der Chips im Leuchtmittel machen es heute sogar möglich, eine 360-Grad Abstrahlung des Lichtes zu erreichen.

Vor wenigen Jahren konnte man sich noch nicht so richtig vorstellen, das man mit LED ganze Objekte beleuchten wird. Jedoch hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung begonnen, es wurden immer leistungsfähigere Leuchtmittel auf LED-Basis entwickelt. Dennoch hatten LED-Leuchtmittel gerade in sogenannten Retro-Fit-Lösungen, also der einfache Austausch herkömmlicher Leuchtmittel durch LED-Leuchtmittel ein riesiges Problem - man einfach die Leuchtkraft nicht erreicht, die notwendig war und wenn man sie erreicht hat, war der Energieeinsparfaktor für eine wirtschaftliche Lösung nicht mehr gegeben, die Amortisationszeiten betrugen selbst bei langen Betriebsdauern teilweise weit mehr als 5 Jahre!

Nun sind wir aber in einen Bereich angekommen, der wirklich interessant ist. Seit ca. 3 Monaten gibt es LED-Leuchtmittel, die auf eine neue Technik setzen und von der Jacobs-Universität in Bremen auf Herz und Nieren getestet und für gut befunden wurden. Diese neue Technik nennt sich COB (Chip on Board) und wird derzeit nur im Bau von Röhren und Leuchtpanelen angewandt. Mit Hilfe dieser neuen Bauart erreicht eine 1.500 mm Röhre ca. 3.200 Lumen bei nur 23 Watt Leistungsaufnahme was einer beeindruckenden Leistung von ca. 140 Lumen je Watt entspricht. Diese neue Röhre wurde unter der wissenschaftlichen Begleitung der Jacobs-Universität in Bremen erfolgreich in einem großen Unternehmen in Bremen eingebaut. Durch die Umrüstung wurde eine Energieeinsparung von ca. 85% bei gleichzeitiger Verbesserung der Beleuchtung erreicht.

Experten sind sich sicher, das die Entwicklung der LED-Technik einen Stand erreicht hat, der schon sehr nahe an den technisch Möglichen liegt. Ein Ziel gibt es aber noch zu erreichen: 200 Lumen je Watt Leistungsaufnahme. In einem Punkt sind sich aber viele Experten einig: der Preisverfall, den es in den letzten Jahren gegeben hat wird so nicht weitergehen, die Entwicklung geht nunmehr eher wieder in die andere Richtung, was allein der aufwändigen Technik geschuldet ist.

D.J. Huber 

Stiftung Warentest zeichnte LED aus

Im folgenden Film sehen Sie einen Vergleich Energiespar-Lampe, LED-Lampe und Halogenlampe - sehen Sie selbst und lesen Sie nach.

 

Film zum Test

LED-Beleuchtung - Grundlagen
LED-Beleuchtung wirft viele Fragen auf - mit dieser Dokumentation versuchen wir einige zu beantworten.

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Wie finanziert sich LED?
Anschaffungskosten für LED-Beleuchtung sind zugegebenermaßen nicht gering - aber sie rechnet sich - sehen Sie selber.

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Rechnet sich LED für mein Projekt?
Einige kurze Klicks, einige Daten eingeben und Sie sind überzeugt - LED rechnet sich!

Bitte verwenden Sie diese Datei, um einfach und schnell festzustellen, ab wann sich LED-Beleuchtung rechnet.
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